Kartenlegen als Kunst der psychologischen Auskunft über „seine“ Gefühle – Was denkt er?
Die Fragen, die an die esoterische Lebensberatung gestellt werden, sind grundsätzlich so vielschichtig und themenreich wie das Leben selbst, aus dem sie schöpfen. Und dennoch gibt es eine klare Prävalenz von Fragen, welche die Liebe betreffen, und hierbei ist es besonders die Gefühls- und Gedankenwelt des geliebten Menschen, die wir mittels der Karten erhellen und ergründen wollen. Seit es Kartenlegen gibt, ist daher eine Frage besonders spannend für alle Ratsuchenden auf der ganzen Welt: Wie steht „er“ zu mir? Was denkt er über mich? Und liebt er mich überhaupt?

Das Kartenlegen kann als ein privilegiertes Mittel genutzt werden, um psychologische Einblicke in die Gefühle einer anderen Person, ihre Werthaltungen und Gedanken zu erlangen. Das ist deshalb möglich, weil die Bildwelt der Karten auch die emotionale und mentale Dimension einer Person abdeckt. Man kann die Karten – seien es Tarot-, Kipper-, Lenormand- oder Skat-Karten – sowohl als Ereignis-Anzeiger nutzen, als auch als Gradmesser für eine bestimmte psychologische Einstellung der Hauptpersonen. Die Karten geben Auskunft darüber, wie Personen zueinander stehen und welche Gefühle sie füreinander hegen.

Die Auskünfte, die durch die Karten erteilt werden, können hierbei oft auch überraschend sein, denn mancher trägt sein Herz nicht auf der Zunge, und manche Gefühle bleiben auch dem geübten Beobachter verborgen. Doch dem geschulten Kartenleger entgeht nichts, was die menschliche Gefühlswelt betrifft, und er vermag mittels eines geübten Blicks auf sein Kartendeck oder seine Auslage sofort zu erkennen, ob „er“ sie wirklich liebt, ob seine Gefühle erkaltet sind oder ob er gar noch ein anderes Eisen im Feuer hat. Wie das möglich ist, dass die Karten sein geheimes Inneres preisgeben können, erklärt uns eine Kartenlegerin aus Passion, die seit vielen Generationen in ihrer Familie die Karten für Freunde und Klienten befragt, um Aufschlüsse über die Zukunft zu erhalten.
„Kartenlegen ist keine isolierte Praxis, sondern es zeigt ein gesamtes System. Wir kennen uns heute mit Systemen und Systemtheorien aus der Soziologie und aus der Therapeutik aus und meinen oft, das seien Erkenntnisse der Gegenwart. Doch in Wahrheit gab es erste „systemische“ Betrachtungen bereits vor Tausenden von Jahren. Die Karten, nehmen wir zum Beispiel das Lenormand-Deck, sind äußerst komplex und stellen die handelnden Personen im Gesamtgefüge ihrer sozialen Beziehungen dar. Da ist die weibliche Hauptperson und die männliche Hauptperson, welche das klassische Paar darstellen: die meisten Fragen drehen sich natürlich um die beiden und um ihre Beziehung. Wie sie zueinander stehen, zeigt sich sinnbildlich in der Kombinatorik der beiden Hauptpersonen-Karten und ihrer Entfernung zueinander oder den Karten, die zwischen ihnen liegen.
Diese Karten sind Indikatoren für störende oder fördernde Einflüsse, man kann also leicht erkennen, ob das Paar derzeit Probleme hat oder ob alles gut funktioniert, wenn es negative oder positive Aussagen der Bilder sind. Daneben gibt es jedoch noch viele andere Personen, die eine gewichtige Rolle spielen für das Gelingen einer Beziehung, wie die Eltern oder Geschwister der Ratsuchenden, seine Familie und seine Mutter, oder auch Kollegen und Freunde. Alle Personen, die einen wirkenden Einfluss auf das Paar haben und wie es denkt und handelt, sind logischerweise im System des Kartendecks mit aufgeführt und stellen sich in der konkreten Aussage des Gesamtbildes so dar, wie sie es im wirklichen Leben auch tun. Ob es sogenannte „gute Freunde“ gibt, die üble Nachrichten streuen, um das Paar zu entzweien, oder ob ein hilfreicher wahrer Freund versucht, in einer Krise Beistand zu leisten, all das ist in der Auslage der Karten präzise zu erkennen und stellt natürlich einen prägenden Einfluss auf seine Einstellung zu ihr und umgekehrt dar.

Einen Blick auf die Karten zu werfen, bedeutet also nicht nur, die nahe Zukunft einer Person zu erfahren – was eigentlich schon faszinierend genug ist, finden Sie nicht? – sondern auch, ein facettenreiches persönliches System kennenzulernen und zu erkennen, wie die einzelnen Personen darin verstrickt sind und welche Muster sie in ihrem Verhalten aufweisen.
Von der Erkenntnis, dass wir alle zutiefst miteinander verbunden sind, hin zur konkreten Deutung der Gefühle und Emotionen der geliebten Person ist es also nicht weit, und auch hier erkennen wir Übereinstimmungen. Was „er“ beispielsweise wirklich denkt, sehen wir im Lenormand-Deck in Karten wie den Wolken oder den Sternen, welche für Grübelei oder Eingebungen stehen, „seine“ Gefühle hingegen liegen beim Herz, bei den Fischen oder bei den Lilien als Indikator-Karte. Mit Blick auf diese Indikator-Karten können wir sehen, wie er mental und emotional zu ihr steht, ob er sich gerade von ihr distanziert und auf dem Rückzug ist oder ob er bereit ist, das Wagnis Partnerschaft einzugehen. Doch nicht nur er selbst, sondern auch alle anderen Personen, die einen Einfluss auf ihn haben, sind mit ihren wirkenden Effekten in den symbolischen Karten mit aufgeführt. Im Grunde ist ein vollständiges Bild wie das „grand tableau“ der 36 Lenormand-Karten so etwas wie ein Psychogramm nicht nur der Person, die um Rat fragt, sondern ihres ganzen Systems, in dem sie lebt, und der Art und Weise, wie das System sie und ihren Partner beeinflusst. Deshalb können alle Fragen, wie er beispielsweise zu ihr steht und was er von ihr hält, zuverlässig beantwortet werden – und manchmal noch einiges darüber hinaus.“
Die beliebte Frage, wie „er“ zu ihr steht, kann also von einer erfahrenen Kartenlegerin ohne weiteres richtig beantwortet werden, denn die Bildwelt der Karten offenbart tiefe Einblicke in die Emotionen sowohl der Ratsuchenden selbst, als auch ihres Partners. Das Schöne am Kartenlegen ist, dass man sich in einem einfühlsamen und vertrauten Gespräch ein Bild des eigenen Lebens erzählen lassen kann, das oft akkurat mit unserer erlebten Wirklichkeit übereinstimmt samt allen Personen, die darin eine Rolle spielen. Doch im Gegensatz zur herkömmlichen modernen Systemik, welche die Gegenwart eines sozialen Gefüges abbildet, stellt das traditionelle Kartenlegen auch eine präzise Vorschau auf die Zukunft dar, indem es uns darüber informiert, was die geliebte Person demnächst denken, fühlen und aktiv in die Wege leiten wird.
Wollen wir Einfluss darauf nehmen oder uns überraschen lassen? Die Entscheidung liegt sicherlich ganz bei uns. Doch mit dem Rat der Karten sind wir immer bestens gewappnet und erkennen „seine“ Gedanken und Stimmungen im Voraus, auch erfassen wir seine Meinungs-Umschwünge rascher und können schneller und besonnener reagieren, und nicht selten hat das kartengestützte Hellsehen so schon eine Beziehung gerettet oder eine Partnerschafts-Krise verhindert, indem es wie ein umfassender Spiegel das ganze System schilderte, das in die zukünftigen Ereignisse verwickelt ist. Denn wir wissen ja bereits: ändern wir einen kleinen Teil des Systems – uns selbst – so haben wir zugleich auch das Gesamt verändert, und können uns auf andere Reaktionen seinerseits freuen…
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